Die drei Berufskollegs (Berufskolleg Dieringhausen, Bergisches Berufskolleg Wipperfürth und Wermelskirchen, Kaufmännisches Berufskolleg Oberberg) des Oberbergischen Kreises gründen gemeinsam mit ihrem Schulträger, dem Oberbergischen Kreis, ein Regionales Bildungszentrum Berufskollegs (RBZB). Ziel der Kooperation ist es, auch bei rückläufigen Ausbildungszahlen Bildungsgänge und Ausbildungsangebote langfristig zu sichern und eine wohnortnahe Beschulung in der Region zu gewährleisten.
Die Schulleitungen Dr. Beate Eulenhöfer-Mann, Cathrin Hans und Rainer Gottschlich sind davon überzeugt, dass sich durch die enge Zusammenarbeit künftig auch neue Ausbildungsberufe – etwa im Zuge der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) – schneller etablieren lassen. Gleichzeitig soll die bereits bestehende Kooperation weiter ausgebaut und die Qualität der beruflichen Bildung nachhaltig gestärkt werden.
Unterstützt werden die Schulleitungen durch eine neu eingerichtete Koordinierungsstelle. Sie wird organisatorisch an einem der Berufskollegs angesiedelt und die Zusammenarbeit sowie die gemeinsamen Entwicklungsprozesse der drei Schulen begleiten.
„Mit der Gründung des RBZB erhalten die Berufskollegs zwei zusätzliche Stellen, die die Schulleitungen und Kollegien entlasten werden“, erklärt Boris Preuss, Abteilungsdirektor 4 und somit für alles Schulformen bei der Bezirksregierung Köln zuständig. Auch Frau Pudenz, Gruppenleiterin für die Berufliche Bildung im Schulministerium Nordrhein-Westfalen, betont die Bedeutung des Projekts: Die Regionalen Bildungszentren der Berufskollegs seien ein wichtiger Baustein, um die Qualität der beruflichen Bildung in Nordrhein-Westfalen langfristig auf hohem Niveau zu sichern.
Anlässlich der Vertragsunterzeichnung in der Halle 32 nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung, des Schulministeriums sowie des Oberbergischen Kreises an der feierlichen Gründung teil. Die drei Schulleitungen und Stefan Heße, Allgemeiner Vertreter des Landrats, unterstreichen die Bedeutung des neuen Bildungszentrums: Mit aktuell rund 7.500 Schülerinnen und Schülern leisten die drei Berufskollegs einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.

